Emotionale Intensität auf Reisen – Warum sich Gefühle unterwegs stärker anfühlen

Highs are higher, lows are lower – und warum ich alles fühlen will

Auf Reisen fühlen sich Emotionen oft stärker an – Freude, Trauer, Überforderung oder Dankbarkeit. Warum sich unterwegs alles intensiver anfühlt und welche Rolle innere Freiheit und Abstand vom Alltag dabei spielen.

Feel the feels.

Weg von zu Hause.
Weg vom Nebel, vom Rauschen des Alltags, von den lästigen Gewohnheiten.

Es entsteht Raum.
Mehr Raum – für Gedanken, Gefühle und das, was dazwischen liegt.
Meine Gedanken fliessen freier.

Vielleicht liegt es an der Distanz zum Alltag.
Vielleicht auch daran, dass ich hier loslasse. Erwartungen, Rollen, Routinen.
Ich gebe mir die Erlaubnis, grösser und freier zu denken.

Aus kleinen Ideen formen sich Möglichkeiten.
Aus Möglichkeiten werden Träume.
Und Träume, die zu Hause vage geblieben wären, fühlen sich plötzlich greifbar nah an.

Emotionen ohne Nebel

Der Raum schenkt auch Platz für Gefühle.
Was ich spüre, verliert sich nicht im Lärm – sondern wird spürbarer, klarer, echter.
Meine Wahrnehmung wird intensiver.

Und mit ihr jede Emotion.

  • Die Freude über einen unfassbar schönen Sonnenuntergang.
  • Die Vorfreude auf den nächsten Tag.
  • Die Dankbarkeit für ein warmes Bett und ein Dach über dem Kopf.
  • Der Stolz, Ängste überwunden zu haben.
  • Das Glück, das leise mitreist.
  • Die Neugier, die mich weiterzieht.
  • Die Inspiration durch Begegnungen mit anderen Reisenden.

Und auch:

  • Die Trauer über das, was ich zu Hause verpasse.
  • Die Wut über Menschen und Ungerechtigkeit.
  • Die Überforderung beim ständigen Entscheiden und Planen.
  • Die Krankheiten, die mich ab und zu ausbremsen.
  • Die Verzweiflung, wenn ich nicht weiss, wie weiter.
  • Die Angst vor der Zukunft.
  • Die Einsamkeit, selbst mitten unter Menschen.

Alles darf da sein

Alles fühlt sich intensiver an.
Und manchmal – ist es fast zu viel – zu stark.

Aber ich will alles fühlen.
Weil es sich lebendig anfühlt.

Und manchmal frage ich mich:
Nehmen andere Menschen die Welt auch so intensiv wahr?
Fühlen sie auch so tief?

Aber das ist ein anderes Thema. Und vielleicht bald ein eigener Blogpost.



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